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Legasthenie2018-10-02T13:41:32+00:00

LEGASTHENIE

Die erste Anlaufstelle bei einer Leserechtschreibstörung sollte Ihr Augenarzt sein. Die Leserechtschreibstörung ist der Überbegriff für alle Störungen die das Erlernen von Lesen und Rechtschreiben erschweren.

Dazu zählen beispielsweise:

– Störungen des ein- und beidäugigen Sehens
– Hörfehler
– neurologische Störungen
– oder Legasthenie

Etwa drei Viertel aller Kinder, die eine Leserechtschreibstörung haben, weisen Auffälligkeiten beim ein- und beidäugigen Sehens auf.

Wenn organische Ursachen ausgeschlossen oder behandelt wurden, Ihr Kind aber immer noch Schwierigkeiten beim Lesen oder mit der Rechtschreibung hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um eine Legasthenie handelt.
Legasthenie ist eine Störung des Hör-Denk-Seh-Schreib-Mechanis-mus, die speziell von Kinderpsychologen diagnostiziert und behandelt werden kann. Weiters ist die regelmäßige augenärztliche und lernpädagogische Betreuung des Kindes von großer Wichtigkeit.

VORSICHT:
Latentes Schielen oder die so genannte Winkelfehlsichtigkeit sind keine Verursacher für Legasthenie – wie oft fälschlicherweise angenommen wird. 96% der österreichischen Bevölkerung haben solch ein latentes Schielen. Doch in den meisten Fällen ist das weder gesundheitsbeeinträchtigend noch wird es von den Betroffenen überhaupt bemerkt.
Manchmal werden Prismenbrillen verschrieben, die jedoch keinesfalls eine adäquate Therapie für Legastheniker darstellen. Im Gegenteil, im schlimmsten Fall können Prismenbrillen manifestes Schielen bei Kindern auslösen.